Donnerstag, 4. Mai 2017

[Rezension] Die längste Nacht


Isabel Abedi - Die längste Nacht


Originalsprache: Deutsch
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 408 Seiten
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06189-4
Erscheinungsdatum: März 2016

Preis: 19,99€ [D] 
Ebook: 15,99€ [D]




Inhalt:

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...

Meine Meinung:

Ich habe diese Geschichte als Hörbuch gehört. Gelesen wurde sie von der Autorin selber.

Vita hat endlich das Abitur geschafft und gemeinsam mit ihren besten Freunden Trixie und Danilo möchte sie eine Reise quer durch Europa machen. Der erste Halt ist Italien. Dort kommen sie in ein kleines Dorf namens Viagello. Aber es ist kein Zufall, dass sie dort landen, denn ein unveröffentlichtest Manuskript, welches Vita bei ihrem Vater, der Verleger ist, in die Hände gefallen ist. Und dort kommt dieser Ort vor. Vita weiß, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen ihrem Leben und dieser Geschichte gibt. Dann trifft sie den jungen Luca, der sie vom ersten Moment an magisch anzuziehen scheint. Doch Luca ist kein Fremder. Was hat es mit dem Manuskript auf sich und was verheimlichen die Eltern der beiden Jugendlichen?

Dies war mein drittes Buch von der Autorin und ich habe mich schon sehr auf die Geschichte gefreut, weil sie einfach echt toll geklungen hat und ich bin auch nicht enttäuscht worden.

Vita hat ein sehr komisches Verhältnis zu ihren Eltern, speziell zu ihrer Mutter. Als sie klein war, hatte sie eine große Schwester, die aber gestorben ist. Darum wird ein riesen großes Geheimnis gemacht und nie wird darüber gesprochen. Vita möchte schon lange wissen, was für ein Mensch ihre Schwester war, doch bisher hatte sie dazu keine Chance.

Die Kulisse Italiens hat mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin hat die Schauplätze super beschrieben, sodass ich sie mir prima bildlich vorstellen konnte und Vita und ihre Freunde auf ihrer Reise begleiten konnte. In Italien lernen wir Lucas Familie kennen und ich muss zugeben, dass ich bei den ganzen Namen erst einmal Probleme hatte, sie den jeweiligen Personen zuzuordnen, ohne sie dauernd miteinander zu verwechseln, aber das hat sich irgendwann dann auch gelegt.

Es gibt einige überraschende Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte, aber genau das hat die Geschichte spannend und zu etwas besonderem gemacht. Mit der Auflösung am Ende habe ich so nicht gerechnet und bis dahin hat die Autorin uns auch immer wieder auf den Holzweg geführt und neue Möglichkeiten kreiert, die es dann letztendlich doch alle nicht waren. Das hat mir aber gut gefallen, denn so blieb es spannend und man konnte miträtseln.

Die Beziehung die sich zwischen Luca und Vita entwickelt hat, stand nicht zu sehr im Fokus, sondern lief eher nebenher, aber das war genau richtig und hat dem Buch noch einen zusätzlichen Pluspunkt eingebracht. Alles in allem war es also wirklich ein tolles Jugendbuch, mit spannenden Wendungen und dunklen Geheimnissen. Klare Leseempfehlung!


Das Buch erhält von mir 4 von 5 Eulen!







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